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Dr. des. Claudia Christiane Gatzka

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Wissenschaftlicher Werdegang
Stipendien
Forschungsinteressen
Forschungsprojekt
Tagungsorganisationen
Publikationen

Wissenschaftliche Assistentin

 

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Historisches Seminar
Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Westeuropas
Belfortstraße 20, Rückgebäude, R. 202
79098 Freiburg im Breisgau

 

E-Mail: claudia.gatzka (at) geschichte.uni-freiburg.de

 

Postanschrift

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Historisches Seminar
Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Westeuropas
79085 Freiburg

 

 

Wissenschaftlicher Werdegang

seit 10/2015 Wissenschaftliche Assistentin in Vertretung am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Westeuropas (Jörn Leonhard), Universität Freiburg
2016 Promotion, Humboldt-Universität zu Berlin (summa cum laude)
2011 - 2015 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin, Lehrstuhl für Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts (Thomas Mergel), und in Vertretung am Lehrstuhl für Europäische Geschichte der Frühen Neuzeit (Peter Burschel)
2011 Magistra Artium, Humboldt-Universität zu Berlin (mit Auszeichnung)
2004 - 2011 Studium der Neueren/Neuesten Geschichte, Mittelalterlichen Geschichte, Politikwissenschaft und Europäischen Ethnologie in Berlin und Bologna

 

Stipendien und Auszeichnungen

2017 Tiburtius-Preis der Berliner Hochschulen (1. Preis) für die Dissertation
2013 + 2015 Doktorandenstipendium des Deutschen Historischen Instituts Rom
2011 Abschlussstipendium der Philosophischen Fakultät I der Humboldt-Universität zu Berlin
2010 DAAD-Stipendium für die Magisterarbeit, Bologna
2009/10 Erasmusstipendium, Bologna

  

 

Forschungsinteressen

  • Demokratie und Diktatur, politische Kommunikation und Partizipation im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt auf Deutschland und Italien
  • Kulturgeschichte politischer Parteien und des westeuropäischen Kommunismus im 20. Jahrhundert
  • Reisen und Migration im langen 19. Jahrhundert
  • Europa und der Nahe Osten, Orientalismus und Okzidentalismus vor 1945
  • Stadtgeschichte, praxeologische und alltagsgeschichtliche Ansätze, Geschichte popularer Kulturen
  • transnationale und vergleichende Geschichte
  • Historiographiegeschichte und Geschichte der Archäologie  

 

 

Forschungsprojekt

  • Europas historische Spurensuche im Orient. Archäologische Grabungen, europäische Öffentlichkeiten und die kulturelle Erfindung des Nahen Ostens, ca. 1840-1918 (Post-Doc-Projekt)

 

  • Demokratie als lokale Praxis. Bürger, Politik und urbane Wahlkampfkultur in Italien und der Bundesrepublik, 1945-1976 (Dissertationsprojekt, abgeschlossen)

    Welches Verständnis von parlamentarischer Demokratie bildete sich nach dem Faschismus aus? Die Dissertation untersucht dies mit Blick auf die Praxis und Beobachtung von Politik in westdeutschen und italienischen Nachkriegsstädten, vornehmlich in Phasen nationaler Wahlkämpfe. Sie interessiert sich für lokale Begegnungen zwischen Bürgern und 'großer' Politik, für die Intonation des politischen Konflikts vor der Haustür der Bürger und für die Verhandlung von politischer Legitimität. Was konnte und sollte nach der faschistischen Erfahrung "Politik" und "Demokratie" sein, wie formten sich neue politische Konfliktlinien an der Basis der Gesellschaft aus, wie performierten Italiener und Westdeutsche ihre Herrschaftsbeziehung zu Politikern und Staat? Wie versuchten Parteien und Abgeordnete wiederum, mit den Bürgern in Kontakt zu kommen und sich als vertrauenswürdige Volksvertreter zu erweisen? Die Studie arbeitet heraus, wie sich vor dem Hintergrund unterschiedlicher nationaler Traditionen und Problemkonstellationen im Kalten Krieg divergierende Vorstellungen von Politik und Demokratie ausbildeten, was Wähler und Parteiendemokratie nach dem Faschismus zusammenhielt, und warum ähnliche soziokulturelle und sozioökonomische Prozesse an der Basis zweier westeuropäischer Gesellschaften mit recht unterschiedlichen Lesarten von Demokratie einhergingen. Wie sich das Protestzeitalter seit 1968 auf die Legitimität der Parteiendemokratie auswirkte und was die problematische Beziehung von Wählern und Parteiendemokratie ausmacht, untersucht sie vor der Haustür jener Akteure, die in der historischen Forschung häufig als "schweigende Mehrheit" unsichtbar bleiben.

 

 

Tagungsorganisation

  • Political communication on the spot. Democratic cultures and the local in Europe 1870-1990, veranstaltet mit Thomas Mergel und Benjamin Schröder, Humboldt-Universität zu Berlin / Fritz Thyssen Stiftung, Köln, April 2013
 

 
Publikationen
 
 
Monographien
 
  • An der Haustür des Wahlvolks. Urbane Arenen parlamentarischer Demokratie in Deutschland und Italien, 1944-1979, in Vorbereitung.
 
 
Herausgeberschaften
 
 
 
Aufsätze
 
  • (in Vorbereitung) Die "unpolitische" Nachkriegsgesellschaft. Archäologie eines Deutungsmusters oder vom Politikbegriff in der Zeitgeschichte.
  • (in Vorbereitung) Die Blüte der Parteiendemokratie. Politisierung als Alltagspraxis in westdeutschen Wahlkämpfen, 1969-1980, in: Archiv für Sozialgeschichte 58 (2018).
  • Das "Volk" auf postfaschistischen Straßen. Zum Fortleben eines Kulturmusters in Italien und der Bundesrepublik, 1945-1960, in: Marie-Luise Recker/ Andreas Schulz (Hg.), Parlamentarismuskritik und Antiparlamentarismus in Europa, Düsseldorf: Droste 2017, 167-184 (im Ersch.).
  • Democrazie davanti alle porte. Comunicazione politica nelle città italiane e tedesche del secondo dopoguerra, in: Stefano Cavazza/ Filippo Triola (Hg.), Parole sovrane. Comunicazione politica in Italia e Germania, Bologna: Il Mulino 2017, 181-203 (im Ersch.).
  • Die Nachkriegsstadt als Ort politischer Kommunikation. Überlegungen am Beispiel Westdeutschlands und Italiens 1945-1968, in: Informationen zur modernen Stadtgeschichte 2/2016, 91-108. Link
  • „Demokratisierung“ in Italien und der Bundesrepublik. Historiographische Narrative und lokale Erkundungen, in: Sonja Levsen/ Cornelius Torp (Hg.), Wo liegt die Bundesrepublik? Vergleichende Perspektiven auf die westdeutsche Geschichte, 1945-1989, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2016, 145-165. Link
  • Anders unter Gleichen. Frauen, Männer und Weiblichkeit im italienischen Kommunismus der Nachkriegszeit, in: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2015, 95-112. Link
  • Des Wahlvolks großer Auftritt. Wahlritual und demokratische Kultur in Italien und Westdeutschland nach 1945, in: Comparativ. Zeitschrift für Globalgeschichte und vergleichende Gesellschaftsforschung 23 (2013) 1, 64-88. Link
  • Zur Kulturgeschichte moderner Wahlen in vergleichender Perspektive. Eine Einleitung, in: Comparativ. Zeitschrift für Globalgeschichte und vergleichende Gesellschaftsforschung 23 (2013) 1, 7-19 (mit Hedwig Richter und Benjamin Schröder). Link
  • Kommunisten besetzen eine Stadt im kapitalistischen Westen. Umkämpfte Räume und Raumkontrolle im roten Bologna (1950er bis 1970er Jahre), in: Eliza Bertuzzo/ Eszter B. Gantner/ Jörg Niewöhner/ Heike Oevermann (Hg.), Kontrolle öffentlicher Räume. Unterstützen, Unterdrücken, Unterhalten, Unterwandern (Zeithorizonte. Perspektiven Europäischer Ethnologie 12), Berlin u.a.: LIT Verlag 2013, 180-198. Link
  • Klassenkampf am Küchentisch. Weibliche Handlungsräume im kommunistischen Milieu Italiens der frühen Nachkriegszeit, in: Ariadne. Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte 61 (2012), 48-53. Link
  • Der „neue Mensch“ auf ausgetrampelten Pfaden. Kommunistische Bewährung und politischer Massenmarkt im postfaschistischen Italien, in: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2012, 145-157. Link
     
     
Rezensionen
 
 
 
Tagungsberichte
 

 

 

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