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Moritz Sorg

moritz sorg
 

Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand

 

Postanschrift:

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Historisches Seminar
Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Westeuropas
79085 Freiburg im Breisgau

Telefon: +49 761 203 97872

E-Mail: moritz.sorg@neptun.uni-freiburg.de

 

 

  

Wissenschaftlicher Werdegang

seit Oktober 2017 Doktorand am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Westeuropas an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Prof. Dr. Jörn Leonhard
2016 - 2017 Studium der Europäischen Geschichte der Neuzeit an der University of Cambridge, Abschluss: MPhil
2015 - 2016 Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Westeuropas an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Prof. Dr. Jörn Leonhard
2014 - 2015 Studium der Geschichte am Trinity College Dublin
2013 - 2016 Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Neuere und Osteuropäische Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Prof. Dr. Dietmar Neutatz
2012 - 2016 Studium der Geschichte und der Betriebswirtschaftslehre an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Abschluss: B.A.

 

Promotionsprojekt

 „Fremdheit und monarchische Herrschaft: Der Erste Weltkrieg als Krise der transnationalen Monarchie, 1914-1927“


Das Promotionsprojekt untersucht das Phänomen fremdstämmiger Monarchinnen und Monarchen während des Ersten Weltkriegs. Das Projekt fokussiert sich dabei auf Rumänien und Belgien als Beispiele monarchischer Fremdheit zwischen 1914 und 1918 und analysiert die Auswirkungen des Kriegs auf die Identität, Legitimität und internationale Wahrnehmung fremdnationaler Königinnen und Könige.
Trotz der zunehmenden Nationalisierung der europäischen Monarchie im 19. Jahrhundert und der damit verbundenen Ablehnung jeglicher Form von Fremdherrschaft, war die europäische Staatenordnung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts von der Neugründung national legitimierter Staaten unter fremdstämmigen Herrschern mitgeprägt. Der paradox erscheinende Import „fremder“, also im Ausland geborener und aufgewachsener Prinzen, als Herrscher junger Nationalstaaten entwickelte sich in der Zeit zwischen dem Ende des Wiener Kongress 1815 und den Pariser Friedensverträgen von 1918/19 zum dominanten Modell sezessionistischer Staatsgründungen. Zusätzlich blieb die traditionelle, transnationale Heiratspraxis des europäischen Hochadels von dem Nationalisierungsprozess der Monarchie unberührt.
Somit saßen zu Beginn des Ersten Weltkriegs im August 1914 in einer ganzen Reihe europäischer Staaten fremdnationale Monarchen oder fremdstämmige Konsortinnen auf den Thronen. Diese fremdstämmigen Königinnen und Könige mussten sich angesichts der Verbreitung aggressiver Kriegsnationalismen unweigerlich zur Frage von nationaler Zugehörigkeit und Loyalität positionieren. Das Dissertationsprojekt untersucht mit einem multiperspektivisch-vergleichenden Zugang die Auswirkungen der fremden Herkunft von Monarchinnen und Monarchen auf nationale und internationale Debatten während des Ersten Weltkriegs sowie die Effekte der Kriegsentwicklungen auf das politische Konzept der Fremdmonarchie und Rolle des Konzepts in der europäischen Neuordnung 1918/1919. Hierzu werden die Wahrnehmung belgischer und rumänischer Eliten, die Ansichten der politischen Führungen der am Krieg beteiligten Großmächte sowie der Umgang der Monarchinnen und Monarchen selbst mit ihrer im Krieg problematischen Fremdheit herausgearbeitet. Das Projekt erforscht dadurch Aushandlungsprozesse von Nationalität und Legitimität im 19. und 20. Jahrhundert und trägt zu einem besseren Verständnis der Rolle der Monarchie im Ersten Weltkrieg bei.

 

Publikationen

“From equilibrium to predominance. Foreign princes and Great Power politics in the nineteenth century”, in: Journal of Modern European History 16, 1 (2018).

„Sowjetisch in der Form, Usbekisch im Inhalt. Die Musealisierung der sowjetischen Vergangenheit in usbekischen Museen“, in: Osteuropa 6 (2016), zsm. mit Henning Lautenschläger und Max Trecker.
 

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