Uni-Logo
Sie sind hier: Startseite Personen Claudia Gatzka
Artikelaktionen

Claudia Christiane Gatzka

claudia 2013.jpg

Wissenschaftlicher Werdegang
Stipendien
Forschungsinteressen
Forschungsprojekt
Tagungsorganisationen
Publikationen

Wissenschaftliche Assistentin

 

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Historisches Seminar
Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Westeuropas
Belfortstraße 20, Rückgebäude, R. 202
79098 Freiburg im Breisgau

Telefon: +49 761 203 - 98743

 

E-Mail: claudia.gatzka@geschichte.uni-freiburg.de

 

Postanschrift

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Historisches Seminar
Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Westeuropas
79085 Freiburg

 

geboren 1985 in Leipzig

 

Wissenschaftlicher Werdegang

2004 - 2011

Magisterstudium der Neueren und Neuesten Geschichte, Mittelalterlichen Geschichte, Politikwissenschaft und Europäischen Ethnologie in Berlin und Bologna
2004 - 2008 Freie Mitarbeiterin, Mitteldeutscher Rundfunk, Leipzig
6/2011 M.A., Humboldt-Universität zu Berlin (mit Auszeichnung)
2011 - 2015 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin, Lehrstuhl für Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts (Prof. Dr. Thomas Mergel) und in Vertretung am Lehrstuhl für Europäische Geschichte der Frühen Neuzeit (Prof. Dr. Peter Burschel)
seit 10/2015
Wissenschaftliche Assistentin (in Vertretung) an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Westeuropas (Prof. Dr. Jörn Leonhard)
5/2016 Promotion, Humboldt-Universität zu Berlin (summa cum laude)

 

Stipendien

2010 DAAD-Stipendium, Bologna (Stipendienprogramm für Abschlussarbeiten)
2011 Abschlussstipendium der Philosophischen Fakultät I der Humboldt-Universität zu Berlin
2013 / 2015
Doktorandenstipendium des Deutschen Historischen Instituts Rom

 

 

Forschungsinteressen

  • Demokratie und Diktatur, politische Kommunikation und Partizipation in Europa mit Schwerpunkt auf Italien und Deutschland
  • Kulturgeschichte politischer Parteien und des westeuropäischen Kommunismus
  • Reisen und Migration im langen 19. Jahrhundert
  • Interkulturelle Begegnung zwischen Europa und dem Nahen Osten
  • Geschichte der Archäologie
  • Stadtgeschichte, raumgeschichtliche Ansätze
  • praxeologische, mikrohistorische und alltagsgeschichtliche Ansätze
  • transnationale und vergleichende Ansätze

 

 

Forschungsprojekt

  • Europas Spurensuche im Orient. Archäologische Grabungen und imperiale Öffentlichkeiten, ca. 1840-1914 (Post-Doc-Projekt)

 

  • Demokratie als lokale Praxis. Bürger, Politik und urbane Wahlkampfkultur in Italien und der Bundesrepublik, 1945-1976 (Dissertationsprojekt, abgeschlossen 2015, Publikation geplant für 2017)

    Die Dissertation untersucht das Verständnis von "Demokratie", das sich unter den Bürgern Italiens und der Bundesrepublik nach der Diktaturerfahrung ausbildete. Sie fragt danach, wie sich dieses performativ im urbanen Alltag zeigte. Dazu verfolgt sie politische Kommunikation in verschiedenen Städten, vornehmlich in Phasen nationaler Wahlkämpfe. Sie interessiert sich für lokale Begegnungen zwischen Bürgern und 'großer' Politik, für die Intonation des politischen Konflikts vor der Haustür der Bürger und für die Verhandlung von politischer Legitimität, die in lokalen Diskursen und Praxisformen deutlich werden. Was konnte und sollte nach der faschistischen Erfahrung "Politik" und "Demokratie" sein, wie formten sich neue politische Konfliktlinien an der Basis der Gesellschaft aus, wie performierten Italiener und Westdeutsche ihre Herrschaftsbeziehung zu Politikern und Staat? Wie versuchten Parteien und Abgeordnete wiederum, mit den Bürgern in Kontakt zu kommen und sich als vertrauenswürdige Volksvertreter zu erweisen? In kritischer Distanz zur unterstellten transatlantischen Konvergenz von politischen Kommunikationssystemen, angezeigt durch Chiffren wie "Amerikanisierung", "Modernisierung" oder "Medialisierung", arbeitet die Studie heraus, inwiefern in den beiden demokratischen 'Regimen' nationale politische Traditionen fortlebten, die nicht nur die Kommunikationsformen überformten, sondern auch die Vorstellungen davon, was Politik war und sein sollte. In diachroner Perspektive diskutiert sie, wie und warum sich die recht ähnlichen Prozesse der kulturellen Amerikanisierung und des Wandels hin zur Massenkonsumgesellschaft, das Auftreten einer neuen Generation und der massenmediale Wandel auf die beiden demokratischen Kulturen sehr unterschiedlich auswirkten, was insbesondere in den 1970er Jahren spürbar werden sollte. In lokal und praxeologisch vergleichender Perspektive setzt sich die Studie so kritisch mit dem historiographischen Konzept der "Demokratisierung" auseinander.

   

 

Tagungsorganisation

  • „Politische Kommunikation vor Ort. Demokratische Kulturen und lokaler Raum in Europa 1870-1990 / Political communication on the spot. Democratic cultures and the local in Europe 1870-1990“, Veranstalter: Thomas Mergel/Claudia Gatzka/Benjamin Schröder, Humboldt-Universität zu Berlin/Fritz Thyssen Stiftung, Köln, April 2013  
 

 
Publikationen
 
 
Monographien
 
  • (in Vorbereitung) Arenen der Demokratie. Stadtgesellschaft und politische Kommunikation in Italien und der Bundesrepublik, 1945-1976.
 
Herausgeberschaften
 
  • Wahlen in der transatlantischen Moderne = Comparativ. Zeitschrift für Globalgeschichte und vergleichende Gesellschaftsforschung 23/1, Leipzig 2013 (mit Hedwig Richter und Benjamin Schröder).
 
Aufsätze
 
  • (in Vorbereitung) Die "unpolitische" Nachkriegsgesellschaft. Archäologie eines Deutungsmusters der jungen Bundesrepublik.
  • (in Vorbereitung) Campagne elettorali e le regole della democrazia nelle città italiane e tedesche, in: Stefano Cavazza (Hg.), Comunicazione politica e storia contemporanea in Italia e Germania, erscheint Bologna: Il Mulino 2017.
  • (im Erscheinen) Das "Volk" auf postfaschistischen Straßen. Zum Fortleben eines Kulturmusters in Italien und der Bundesrepublik, 1945-1960, in: Marie-Luise Recker/ Andreas Schulz (Hg.), Parlamentarismuskritik und Antiparlamentarismus in Europa, erscheint Düsseldorf: Droste 2017.
  • Die Nachkriegsstadt als Ort politischer Kommunikation. Überlegungen am Beispiel Westdeutschlands und Italiens 1945-1968, in: Informationen zur modernen Stadtgeschichte 2/2016, 91-108.
  • „Demokratisierung“ in Italien und der Bundesrepublik. Historiographische Narrative und lokale Erkundungen, in: Sonja Levsen/ Cornelius Torp (Hg.), Wo liegt die Bundesrepublik? Vergleichende Perspektiven auf die westdeutsche Geschichte, 1945-1989, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2016, 145-165.
  • Anders unter Gleichen. Frauen, Männer und Weiblichkeit im italienischen Kommunismus der Nachkriegszeit, in: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2015, 95-112.
  • Des Wahlvolks großer Auftritt. Wahlritual und demokratische Kultur in Italien und Westdeutschland nach 1945, in: Comparativ. Zeitschrift für Globalgeschichte und vergleichende Gesellschaftsforschung 23 (2013) 1, 64-88.
  • Zur Kulturgeschichte moderner Wahlen in vergleichender Perspektive. Eine Einleitung, in: Comparativ. Zeitschrift für Globalgeschichte und vergleichende Gesellschaftsforschung 23 (2013) 1, 7-19 (mit Hedwig Richter und Benjamin Schröder).
  • Kommunisten besetzen eine Stadt im kapitalistischen Westen. Umkämpfte Räume und Raumkontrolle im roten Bologna (1950er bis 1970er Jahre), in: Eliza Bertuzzo/ Eszter B. Gantner/ Jörg Niewöhner/ Heike Oevermann (Hg.), Kontrolle öffentlicher Räume. Unterstützen, Unterdrücken, Unterhalten, Unterwandern (Zeithorizonte. Perspektiven Europäischer Ethnologie 12), Berlin u.a.: LIT Verlag 2013, 180-198.
  • Klassenkampf am Küchentisch. Weibliche Handlungsräume im kommunistischen Milieu Italiens der frühen Nachkriegszeit, in: Ariadne. Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte 61 (2012), 48-53.
  • Der „neue Mensch“ auf ausgetrampelten Pfaden. Kommunistische Bewährung und politischer Massenmarkt im postfaschistischen Italien, in: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2012, 145-157.
     
Rezensionen
 
 
Tagungsberichte
 

 

Benutzerspezifische Werkzeuge