Uni-Logo
Sie sind hier: Startseite Personen Dr. Theo Jung
Artikelaktionen

Dr. Theo Jung

jung 2015

Wissenschaftlicher Assistent, Erasmus Koordinator
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Historisches Seminar
Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Westeuropas


Belfortstraße 20, Rückgebäude, R. 206
79098 Freiburg im Breisgau

(Wegbeschreibung)
Telefon: +49 761 203 - 97871
E-Mail:
theo.jung@geschichte.uni-freiburg.de

Postanschrift

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Historisches Seminar
Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Westeuropas
79085 Freiburg
 
Publikationen

 
Aktuelles
 

Geburtsdatum

1. August 1981 (Heerlen, die Niederlande)

  

Wissenschaftlicher Werdegang

2011 – heute Wissenschaftlicher Assistent, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Westeuropas
2014 – 2015 Postdoctoral Fellow, Deutsches Historisches Institut, London.
2014 Karl-Ferdinand-Werner Fellow, Deutsches Historisches Institut, Paris.
2006 – 2010

Promotion in Geschichte, Universität Bielefeld

Dissertation: Zeichen des Verfalls. Semantische Studien zur Entstehung der Kulturkritik im 18. und frühen 19. Jahrhundert (summa cum laude). Betreuung: Prof. Dr. Willibald Steinmetz (Bielefeld), Prof. Dr. Pim den Boer (Amsterdam).

Dissertationspreis der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft.

2008 Marie Curie Fellow, École Normale Supérieure, Paris.
2004 – 2005 Erasmus Studienaustausch, Humboldt- Universität Berlin.
2001 – 2006 MA Philosophie der Geisteswissenschaften, Universiteit Leiden.
1999 – 2005 MA Geschichte, Universiteit Leiden.
 

Forschungsschwerpunkte

  • Vergleichende europäische Geschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts (insb. Deutschland, Frankreich und Großbritannien)
  • Historische Semantik und Diskursanalyse
  • Geschichte der Kulturkritik
  • Politische Kultur- und Kommunikationsgeschichte
 

Habilitationsprojekt 
 

Politik des Schweigens: Sprachspiele an den Grenzen politischer Kommunikation im europäischen Vergleich (ca. 1789-1930)

Wir sind es heute gewohnt, politische Macht mit ‚Mitsprache‘ gleichzusetzen und Partizipationskonflikte als Kämpfe um das Recht, seine ‚Stimme‘ zu erheben und ‚gehört‘ zu werden, aufzufassen. Diese Sichtweise lässt ein anderes, nicht weniger konstitutives Element politischer Kommunikation leicht in Vergessenheit geraten: das Schweigen.

Während Politik noch in der Frühen Neuzeit sehr wesentlich mit dem Schweigen verknüpft war, ist die politische Entwicklung Europas seit der Französischen Revolution – von Zeitgenossen ebenso wie von Historikern – zumeist im Sinne eines Kampfes gegen das Schweigen interpretiert worden: gegen das auferlegte Schweigen der Stimmlosen im Namen ihrer politischen Mündigkeit einerseits, sowie gegen das hoheitliche Arkanum zugunsten politischer Transparenz andererseits.

In diesem Projekt wird aus einer deutsch-französisch-britisch vergleichenden Langzeitperspektive danach gefragt, wie sich die Praktiken des Schweigens und ihre Rezeption vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen wandelten. In einer Zeit, in der die Erwartungen an das politische Wort immer höher geschraubt wurden, bildete sich eine Vielfalt an neuen und gewandelten Formen und Funktionen politischen Schweigens heraus. Neben ihrer konstitutiven Bedeutung für politischer Aushandlung verweist der Gebrauch von und Reaktion auf Schweigen stets auch auf die Dimensionen, Grenzen und den historischen Wandel politischer Kommunikationsregime.

Das Projekt befasst sich mit einer Vielfalt politischer Räume – von der Parlamentsdebatte über die Parteiversammlung bis hin zur Salonkonversation. Das hoheitsvolle Schweigen von oben kommt dabei ebenso in den Blick wie das entmündigte oder protestierende von unten. Ausgehend von Mikroanalysen spezifischer Situationen der Grenzüberschreitung und -verschiebung werden Strukturen politischer Kommunikation sowie deren Wandel ausgelotet. Der Blick auf das Schweigen als Grenzfall politischen Sprachgebrauchs hebt somit nicht nur einen bisher wenig beachteten Modus politischer Kommunikation hervor, sondern rückt darüber hinaus die konfliktreichen Momente, in denen die Dimensionen der Politik selbst neu ausgehandelt werden, auf neue Art und Weise in den Fokus.

 

Publikationen

1. Monographie 
 
2. Artikel und Aufsätze
 

3. Sonstiges

  • [Rezension] Henk te Velde, Sprekende politiek. Redenaars en hun publiek in de parlementaire gouden eeuw, in: De Negentiende Eeuw 40, Nr. 4 (2016), S. 356-357.
  • [Rezension] Alain Corbin: Histoire du silence. De la Renaissance à nos jours, Paris 2016, in : H-Soz-Kult, 02.08.2016, www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-26508.
  • [Digital Research Guide, zus. m. Sonja Levsen, Sabine Mischner, Friedemann Pestel und Christina Schröer] Das lange 19. Jahrhundert, in: Laura Busse u.a. (Hg.): Clio Guide – Ein Handbuch zu digitalen Ressourcen für die Geisteswissenschaft (Historisches Forum, 19), Berlin 2016, http://guides.clio-online.de/guides/epochen/das-lange-neunzehnte-jahrhundert/2016.
  • [Rezension] Herman Paul: Als het verleden trekt. Kernthema’s in de geschiedfilosofie, in: International Network for Theory of History Online (2014).
  • [Kommentierte Textedition] Lorenz Hübner: Abhandlung von dem Luxus, oder schädlichen Prachte (1776), in: Zeitschrift für Kulturphilosophie 7, H. 1 (2013), S. 185-198.
  • [Rezension] Kay Junge und Kirill Postoutenko (Hg.): Asymmetrical Concepts after Reinhart Koselleck. Historical Semantics and Beyond, in: Zeitschrift für Historische Forschung 40, H. 2 (2013), S. 273-275.
  • [Rezension] History of Metaphor between Theory and Practice. A Review of Mathias Kroß and Rüdiger Zill (eds.), Metapherngeschichte: Perspektiven einer Theorie der Unbegrifflichkeit, in: Contributions to the History of concepts 7, H. 2 (2012), S. 129-132.
  • [Tagungsbericht] Spätaufklärung – Gegenaufklärung, in: Das achtzehnte Jahrhundert 33, H. 2 (2009), S. 169-170.
Benutzerspezifische Werkzeuge