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Dr. Friedemann Pestel

 
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Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Historisches Seminar
Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Westeuropas
79098 Freiburg im Breisgau

E-Mail: 
friedemann.pestel@geschichte.uni-freiburg.de
 
Friedemann Pestel absolviert 2015/16 einen Forschungsaufenthalt
an der Universität Wien. 
 

 

 


 
Wissenschaftlicher Werdegang 

2004 - 2009 Studium der Geschichte, Romanistik (Französisch, Italienisch) und Erziehungswissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
2006 - 2007 Studienaufenthalt an der École normale supérieure in Paris
2009 1. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in den Fächern Geschichte und Französisch
2009 - 2013 Doktorand am Lehrstuhl für Geschichte des Romanischen Westeuropa, Prof. Dr. Leonhard
seit 2012 Lehrbeauftragter am Frankreich-Zentrum der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
2013 Promotion
seit 2013 Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Westeuropas, Prof. Dr. Leonhard
2015 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Historischen Archiv der Wiener Philharmoniker 
2015/16 Gastwissenschaftler an der Universität Wien (Mentor: Prof. Dr. Philipp Ther)

 

Stipendien, Fellowships und Auszeichnungen 

2006 - 2009 Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes
2006 - 2007 Stipendium als Pensionnaire étranger an der École normale supérieure Paris
2009 Doktorandenstipendium am Deutschen Historischen Institut Paris
2009 Walter-Markov-Preis der Karl-Lamprecht-Gesellschaft Leipzig in Verbindung mit dem European Network in Universal and Global History für die Staatsexamensarbeit
2010 - 2012 Promotionsstipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes
2010 Forschungsstipendium des Musée de la Révolution française Vizille
2010 Doktorandenstipendium am Deutschen Historischen Institut London
2011 Doktorandenstipendium am Deutschen Historischen Institut Paris
2012/2013 Doktorandenstipendium der FAZIT-Stiftung
2013 Gerhard-Ritter-Preis der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg für die Dissertation 
2015-2017 P.R.I.M.E.-Fellowship des DAAD

  

Forschungsinteressen 

  • Europäische und koloniale Geschichte um 1800
  • Französische und Haitianische Revolution
  • Geschichte des klassischen Musiklebens im 19. und 20. Jahrhundert
  • Politische Migration und Revolutionsgegnerschaft
  • Transnationale Geschichte, Kulturtransfer und Verflechtungsgeschichte
  • Memory Studies

 

Habilitationsprojekt 

Philharmonisches Reisefieber: Orchestertourneen und internationaler Musikbetrieb im 20. Jahrhundert
 
Im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelten sich reisende Sinfonieorchester zu führenden Institutionen der Aufführung von klassischer Musik in globalem Rahmen. Anhand der Tourneen deutscher und österreichischer Orchester nach Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Afrika untersucht das Projekt zwischen ca. 1880 und 1990 die politischen, ökonomischen, medialen und künstlerischen Triebkräfte musikalischer Internationalisierung und erklärt die führende Rolle deutscher und österreichischer Orchester in diesen Prozessen.
Ausgangspunkt ist die Annahme, dass die internationale Präsenz von Orchestern teils komplementäre, teils konkurrierende Prozesse beinhaltete, die permanent miteinander verhandelt wurden: die Politisierung von Orchesterreisen entsprechend den politischen Regimen in den Herkunfts- und Zielländern, die Globalisierung von musikalischen Märkten und Verkehrsinfrastrukturen, Spannungen von nationalisierenden und universalisierenden Deutungen des aufgeführten Repertoires sowie unterschiedliche Aneignungen der Aufführungen in den Zielländern. Tourneetätigkeit wurde zu einem bestimmenden Distinktionsmerkmal des Musikbetriebs, vom Machtanspruch über ein Wettbewerbskriterium bis hin zum Existenzargument.
Indem musikalische Aufführungen zur Zielscheibe unterschiedlicher Interessen und Deutungen wurden, schreiben sie sich in ihren Verflechtungen von Akteuren, Praktiken und Räumen in Debatten über den Stellenwert von Kultur in einer transnationalen Geschichte des 20. Jahrhunderts ein. Die internationalen Aktivitäten der Orchester eignen sich daher als Sonde zur Erforschung der multiplen Funktionen von Musik als kultureller Praxis jenseits des nationalen Rahmens, ohne diesen zu vernachlässigen. Zwischen nationaler und internationaler Ebene, Inklusion und Exklusion, Innovation und Tradition machen Orchestertourneen in ihrer longue durée die politische, ökonomische und kulturelle „Macht der Musik“ in einem „Zeitalter der Extreme“ sichtbar.

  

Tagungen und Workshops 

04. bis 11. Dezember 2012
Gruppenübergreifende Erinnerung jenseits der Nation, zusammen mit Gregor Feindt, Félix Krawatzek, Daniela Mehler und Rieke Schäfer, Zentrum für interdisziplinäre Forschung, Universität Bielefeld
13. bis 16. Juli 2011
Gruppenübergreifende Erinnerung jenseits der Nation, zusammen mit Gregor Feindt, Félix Krawatzek, Daniela Mehler und Rieke Schäfer, Zentrum für interdisziplinäre Forschung, Universität Bielefeld
12. bis 14. Januar 2012
Workshop:
Transnationale Geschichte schreiben. Probleme zwischen Methode, Empirie und Darstellung, Universität Bonn, Abteilung für Osteuropäische Geschichte zusammen mit Gregor Feindt, gefördert von der Studienstiftung des deutschen Volkes
 

 

Monografien  
  • Kosmopoliten wider Willen. Die "monarchiens" als Revolutionsemigranten (Pariser Historische Studien 104), Berlin/Boston 2015.
  • Weimar als Exil. Erfahrungsräume französischer Revolutionsemigranten 1792–1803 (Transfer. Deutsch-Französische Kulturbibliothek 28), Leipzig 2009.

 

Herausgeberschaften 
  • Europäische Erinnerung als verflochtene Erinnerung. Vielstimmige und vielschichtige Vergangenheitsdeutungen jenseits der Nation (Formen der Erinnerung 55), mit Gregor Feindt, Félix Krawatzek, Daniela Mehler und Rieke Trimçev, Göttingen 2014.
 
Aufsätze  

  • Revolution im Deutungsstreit. Deutsch-französische Perspektiven auf die Emigranten am Beispiel der kurmainzischen Gebiete Thüringens 1794/1795, in: Zeitschrift für Thüringische Geschichte 64 (2010), S. 215244.

 
Rezensionen 
  • Franziska Meier: In ein Mühlwerk geworfen. Zum autobiographischen Schreiben in der Französischen Revolution, Göttingen 2016, erscheint in: Romanische Studien.

  • Fabien Oppermann: Le Versailles des présidents. 150 ans de vie républicaine chez le Roi-Soleil (Lieux et expressions du pouvoir), Paris 2015, erscheint in: Francia recensio.

  • Jessica C. E. Gienow-Hecht (Hrsg.): Music and International History in the Twentieth Century (Explorations in Culture and International History 7), New York 2015, erscheint in: Comparativ.

  • Sven Oliver Müller/Jürgen Osterhammel/Martin Rempe(Hrsg.): Kommunikation im Musikleben. Harmonien und Dissonanzen im 20. Jahrhundert, Göttingen 2015, erscheint in: Comparativ.

  • Chiara de Cesari/Ann Rigney (Hrsg.): Transnational Memory. Circulation, Articulation, Scales (Media and Cultural Memory 19), Berlin/Boston 2014, mit Gregor Feindt, Félix Krawatzek und Rieke Trimçev, in: Comparative Studies in History and Society 58 (2016), S. 275f.. 

  • Manuela Albertone: National Identity and the Agrarian Republic. The Transatlantic Commerce of Ideas between America and France (1750–1830), Farnham 2014, in: Francia recensio 2015/3.

  • Sarah Horowitz: Friendship and Politics in Post-revolutionary France, Philadelphia 2013, in: Francia recensio 2/2015. 

  • Étienne François/Kornelia Kończal/Robert Traba/Stefan Troebst (Hrsg.): Geschichtspolitik in Europa seit 1989. Deutschland, Frankreich und Polen im internationalen Vergleich (Moderne europäische Geschichte 3), Göttingen 2013, mit Gregor Feindt, Félix Krawatzek und Rieke Trimçev, in: European Review of History – Revue européenne d’histoire 21 (2014), S. 779781.

  • Raimund Rütten: Republik im Exil. Frankreich 1848 bis 1851: Marie Cécile Goldsmid – Citoyenne und Künstlerin – im Kampf um eine République universelle démocratique et sociale (Studien zur Kunstgeschichte 198), Hildesheim/Zürich/New York 2012, in: Annales historiques de la Révolution française 375 (2014), S. 206209.

  • Reinhard Blänkner (Hrsg.): Heinrich von Kleists Novelle Die Verlobung in St. Domingo. Literatur und Politik im globalen Kontext um 1800, Würzburg 2013, H-Soz-u-Kult, 27.02.2014.

  • Oliver Gliech: Saint-Domingue und die Französische Revolution. Das Ende der weißen Herrschaft in einer karibischen Plantagenwirtschaft (Lateinamerikanische Forschungen 38), Köln/Weimar/Wien 2011, in: Annales historiques de la Révolution française 372 (2013), S. 181184.

  • Pim den Boer/Heinz Duchhardt/Gregor Kreis/Wolfgang Schmale (Hrsg.): Europäische Erinnerungsorte, Band 1. Mythen und Grundbegriffe des europäischen Selbstverständnisses, München 2012, mit Gregor Feindt, Félix Krawatzek und Rieke Trimçev  in: Memory Studies 6 (2013), S. 495497.

  • Donatus Düsterhaus: Die Revolution als Schwester des Krieges. Deutungen und Wahrnehmungen von Lutheranern im Elsaß in der Zeit der Französischen Revolution und des Napoleonischen Empires (17891815), Münster 2011, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 62 (2012), S. 223225.

  • Philip Mansel/Torsten Riotte (Hg.): Monarchy and Exile. The Politics of Legitimacy from Marie de Médicis to Wilhelm II, Basingstoke 2011, in: Historische Zeitschrift 295 (2012), S. 734f.

  • Charles Walton: Policing Public Opinion in the French Revolution. The Culture of Calumny and the Problem of Free Speech, Oxford 2011, in: Sehepunkte 12 (2012), Nr. 9 (15.09.2012).

  • Paul S. Spalding: Lafayette. Prisoner of State, Columbia/South Carolina 2010, in H-Soz-u-Kult, 19. September 2012.

  • Oliver Dimbath, Peter Wehling (Hrsg.): Soziologie des Vergessens. Theoretische Zugänge und empirische Forschungsfelder, Konstanz 2011, mit Gregor Feindt, Félix Krawatzek, Daniela Mehler und Rieke Trimçev, in: H-Soz-Kult, 9. März 2012.

 
Tagungsberichte  

 

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